Die niedersächsischen Obstbäuerinnen und Obstbauern werden dem Landesamt für Statistik zufolge voraussichtlich 3.018 t Pflaumen und Zwetschgen ernten. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 9,2 %: Im Jahr 2020 lag die Gesamterntemenge bei 3.325 t. Auf 237 ha wird das Steinobst laut Erntestatistiker Georg Keckl angebaut. Er rechnet mit einem Ertrag von rund 12,7 t pro Hektar (2020: 14,1 t pro Hektar). 150.000 Pflaumen- und Zwetschgen-Bäume stehen an der Niederelbe. Fünf Jahre müssen die Obstbäuerinnen und Obstbauern bis zum Vollertrag warten. Sorten wie Jojo, Doppelte Hauszwetschge, Fellenberg, Tegera und Haganta gehören weiterhin zu den Top 6 bei den Neupflanzungen. „Besonders gefragt sind die Pflaumen und Zwetschgen aus dem Alten Land in der Direktvermarktung, bspw. im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt“, betonte Martin Kockerols, Spezialberater für Steinobst bei der OVA. In den Regalen der Supermärkte seien dagegen eher die Pflaumen aus Süddeutschland und dem Ausland zu finden.