Die Autoren der Studie berichteten, so EFSA, den pathogenen Pilz in Hausgärten in Portugal, Malta und Italien nachgewiesen zu haben, hätten aber angegeben, dass es an keinem der Orte Hinweise auf die Krankheit gab. Obwohl die Autoren fortschrittliche molekulare Verfahren zur Identifizierung von Pflanzenarten angewendet hätten, habe das Gremium der EFSA für Pflanzengesundheit im Erhebungsteil der Studie eine Reihe von Einschränkungen festgestellt.
Aus der vorgestellten Methodik gehe nicht hervor, wie die Probenahmeorte ausgewählt bzw. wie die Proben genommen wurden. Das Probenahmeverfahren sei inkonsistent und nicht statistisch abgesichert gewesen. Es werde nicht erklärt, wie die Untersuchungen auf CBS durchgeführt worden seien. Ohne ordnungsgemäße Krankheitsuntersuchungen sei die Grundlage für die Schlussfolgerung, dass P. citricarpa nicht zur Krankheit geführt habe, schwach, heißt es von der EFSA.
Untersuchungen, die von nationalen Pflanzenschutzorganisationen nach Veröffentlichung der Studie durchgeführt wurden, hätten deren Ergebnisse nicht bestätigt. Die Probenahme werde in den kommenden Saisons fortgesetzt.