Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erklärt: „Wir sind auf unsere ausländischen Mitarbeiter angewiesen. Dass diese während ihrer Beschäftigung in Deutschland, insbesondere in Zeiten der Pandemie, einen bestmöglichen Gesundheitsschutz erhalten, ist selbstverständlich. Um Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, haben unsere Betriebe bereits im vergangenen Jahr weitreichende Infektions- und Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen. Dass diese gewirkt haben, zeigt das nur geringe Infektionsgeschehen in landwirtschaftlichen Betrieben.“
„Zu einer Reduzierung der Infektionsgefahr hat auch die befristete Verlängerung der 70 Tage-Regelung geführt. Deshalb brauchen wir wegen der anhaltenden Pandemie auch im Jahr 2021 eine Ausweitung auf 115 Tage, um einen Anreiz zu schaffen, für eine längere Zeit in Deutschland zu arbeiten“, so Martin Empl, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände. „Für einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz der versicherungsfrei beschäftigten Saisonkräfte sorgen die Betriebe durch private Erntehelferversicherungen. Darüber hinaus müssen wie im Jahr 2021 flexiblere Arbeitszeiten ermöglicht werden“, ergänzt Thomas Becker, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände.