Die Bodenfeuchte hänge stark von lokalen Bodeneigenschaften ab und variiere sowohl zeitlich als auch räumlich. Für das Projekt SOFI, einem Konsortium aus Forschung, Landwirtschaftsberatung und Unternehmen, wurde das Bundesland Rheinland-Pfalz als Modellregion ausgewählt. Dort können Praktiker schon jetzt im GeoBox-Viewer die aktuelle Bodenfeuchte ihrer Flächen einsehen. Eine Übertragung auf andere Bundesländer
ist angedacht. Im nächsten Projektschritt wird darauf aufbauend die Anfälligkeit des Bodens für schädliche Verdichtungen ermittelt und das potenzielle Schadrisiko, das eine bestimmte Maschine am Boden hervorruft, abgeleitet. Diese Simulation wird derzeit noch evaluiert und nach erfolgreicher Prüfung vo-
raussichtlich im Laufe des kommenden Jahres ebenfalls in den GeoBox-Viewer eingebunden.
Mit dem Bodenwasserhaushaltsmodell „Simpel“ erfolgt eine stündliche Neuberechnung der Bodenfeuchte für alle landwirtschaftlichen Flächen in Rheinland-Pfalz, die anschließend räumlich als Karte dargestellt wird. Hierbei werden die Bodenkartendaten im Maßstab 1:5000 abgebildet, sodass sich einzelne Ackerschläge konkret identifizieren lassen. Zur Entwicklung und Überprüfung der Simulationsmethoden werden ergänzende Bodenfeuchtemessungen durchgeführt. In diesem Kontext wird auch ein optisches Messsystem entwickelt, welches bereits während der Überfahrt am Traktor kontaktlos messen kann, wie feucht der Boden ist. Dies kann außerdem dazu genutzt werden, die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern direkt an die lokale Bodenfeuchte anzupassen, heißt es abschließend.