Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik rechnen die Obstbaubetriebe bei Süßkirschen mit einem Ertrag von 8,2 t je Hektar. Der erwartete Ertrag liegt somit auf Vorjahresniveau, das langjährige Mittel der Jahre 2013/2018 (7 t/ha) wird nach dieser ersten Schätzung um 17 % übertroffen. Es wird eine Erntemenge von rund 2.200 t Süßkirschen erwartet. Bei der ertragsfähigen Fläche der Süßkirschen ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 27 ha (+11 %) auf insgesamt 267 ha zu verzeichnen. Für die Sauerkirschen wird ein Ertrag von 9,4 t/ha erwartet. Der langjährige Durchschnitt der Jahre 2013/2018von 10,4 t/ha wird nach dieser ersten Schätzung um 10 % unterschritten. Die ertragsfähige Fläche der Sauerkirschen bleibe gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 187 ha konstant. Die Erntemenge liegt bei rund 1.700 t Sauerkirschen.
Unterdurchschnittlich werde die Kirschenernte dagegen in Brandenburg ausfallen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt. Nach ersten vorläufigen Meldungen werden Hektarerträge von rund 13 Dezitonnen Süßkirschen und rund 29 Dezitonnen Sauerkirschen erwartet. 2018 waren es bei Süßkirschen noch 23,9 Dezitonnen pro Hektar und bei Sauerkirschen 57,6 Dezitonnen pro Hektar. Derzeit wird von einer Erntemenge von rund 487 t Süßkirschen ausgegangen. Das wäre in etwa die Hälfte der Erntemenge 2018, die 900 t betrug. Im Vergleich zum sechsjährigen Mittel der Jahre 2013 bis 2018 entspräche dies einem Rückgang um 284 t. Die Sauerkirschenernte fällt nach den ersten Schätzungen mit rund 243 t ebenfalls sehr niedrig aus. Gegenüber 2018 wird aktuell von einem Minus von rund 238 t ausgegangen. Diese geringe Erntemenge würde um 237 t unter dem sechsjährigen Durchschnitt liegen. Ursache für die geringen Ernteerwartungen waren vor allem die Spätfröste bis Mitte Mai.