In einigen Regionen könnten mittlerweile sogar 80 % der Plantagen betroffen sein. Experten vermuten Schäden von Hunderten von Millionen Euro. Da sich die Krankheit aber über die Wurzel, und damit zunächst unbeobachtet, die Pflanze „hocharbeitet“, gehen Forscher davon aus, dass die tatsächliche Zahl erkrankter Kiwi-Pflanzen deutlich höher liegt. „Es ist quasi wie beim Corona-Virus: Wenn die Symptome auftreten, ist es bereits zu spät', wird Gianni Tacconi, Genomforscher beim italienischen Rat für Agrarforschung und -wirtschaft (Crea), bei reefertrends zitiert. Wasser, Sauerstoffgehalt des Bodens, globale Erwärmung und Pilze spielen bei der Ausbreitung der Krankheit vermutlich eine Rolle. Eine eindeutige Erklärung gebe es aber noch nicht, heißt es weiter. Forscher haben ein ähnliches Phänomen auch in Kiwi-Plantagen in Frankreich, Spanien, Griechenland, der Türkei, Japan und China beobachtet. Allerdings sei die Ausbreitung lange nicht so dramatisch wie in Italien.
Darüber hinaus sei eine Ausbreitung von Krankheiten auch bei anderen Kulturen, Äpfeln, Birnen und Oliven, zu bemerken, so Tacconi.