Bei Hochstammbäumen sei die Verwendung von Netzen als Schutz zu aufwendig und teuer. 2014, als die Kirschessigfliege in der Schweiz erstmals große Schäden an Obstkulturen anrichtete, waren vor allem Hochstamm-Kirschen betroffen. 'Die Situation ist im Moment extrem schwierig. Ich wehre mich aber dagegen, Hochstamm-Kirschen bereits abzuschreiben', sagt Stephan Durrer, Geschäftsführer von Hochstamm Suisse. Baumschulist Toni Suter aus Baden AG, schätzt, dass die Verkäufe um rund 40% eingebrochen seien. 'Wir haben es kommen sehen und deshalb bereits vor zwei Jahren weniger Kirschen-Hochstammbäume produziert', sagt Max Salathé von der gleichnamigen Baumschule in Diegten BL. Auch bei der Thurfrut AG aus dem thurgauischen Uttwil höre man ähnliches, zehnmal weniger Kirschen-Hochstammbäume als vor zehn Jahren habe Geschäftsführer Marcel Schmid verkaufen können.