Kartoffeln werden in Dämmen angebaut, damit sie es warm haben und keine nassen Füße bekommen. Die Pflanzkartoffeln werden nach dem Legen noch einmal angehäufelt und sind dann am Ende mit bis zu 15 Zentimeter Erde bedeckt. Die größere Oberfläche der Erddämme fängt Sonne und Regen besser ein, sodass die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen haben. Überschüssiges Wasser versickert zwischen den Dämmen und verhindert ein Faulen der Knollen. Auch im Herbst erweisen sich die Dämme als vorteilhaft, denn die Landwirte müssen bei der Ernte deutlich weniger Boden bewegen, um die Knollen freizulegen.
Im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen rund 106.000 ha Kartoffeln angebaut. Damit war es Kartoffelland Nummer 1 in Deutschland. Rund ein Drittel der Anbaufläche wurde mit Früh- und Speisekartoffeln bestellt. Zwei Drittel der Knollen sind Industriekartoffeln, die je nach Sorte zum Beispiel zu Chips und Pommes frites verarbeitet, aber auch zur Herstellung von Stärke genutzt werden.
Auch in diesem Jahr rechnen Fachleute mit einem ähnlichen Anbauumfang wie im Vorjahr, also rund 105.000 ha. Bei Speisekartoffeln liegen die durchschnittlichen Erträge in einem normalen Jahr zwischen 400 und 450 Dezitonnen je Hektar.