Bei der Konferenz wird es auch um die sogenannten 'Schwellenländer des Apfelanbaus' gehen, so die Veranstalter. Russland, wo in den Kaukasusregionen Krasnodar und Karbadino-Balkarien große und substantielle Investitionen in Land und Boden getätigt werden, wird ebenfalls ein Thema sein. „Nach Russland“, so Werth weiter, „sprechen wir über den Osten und Zentralasien, wo es interessante – und erfolgreiche – Entwicklungen beim Obstanbau. Wir werden uns auch mit der Türkei befassen, wo der Apfelanbau nicht nur eine lange Tradition hat, sondern heute auch ganz neue Anbaugebiete entstehen.“ Weitere Länder, übre die gesprochen wird, sind der Iran sowie Nord- und Südkorea. „Ein Sonderfall auf dem asiatischen Kontinent“, erläutert Werth abschließend, „ist Indien, auf das wir nur kurz eingehen werden, weil die Apfelproduktion hier keine große Rolle spielt, das Land aber wegen anderer Faktoren für uns von Interesse ist. Die Produktion wird von Südtirol aber sehr genau beobachtet, denn über die FROM-Organisation hat es Zugang zum indischen Markt. Dennoch bleiben noch viele Fragen offen, denn aufgrund der Entfernung zum indischen Markt ist der Handel nur bei großen Abnahmemengen interessant. Zudem werden Apfelsorten benötigt, die besonders lange haltbar sind.'
Ein Teil des Kongresses ist speziell China gewidmet, dem mit 43 Mio t bis 45 Mio t größten Apfelproduzent der Welt. Professor Yuan Yongbing von der Landwirtschaftsuniversität Qingdao wird einen Vortrag darüber halten, heißt es abschließend.