Thüringens Gemüsebauern ernteten im vergangenen Jahr von 558 ha insgesamt 7.655 t Freilandgemüse. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, war das im Vergleich zum Vorjahr knapp ein Drittel (-3.556 t bzw. -32 %) weniger Gemüse. Die Gesamtanbaufläche verringerte sich gegenüber dem Jahr 2023 um 30 ha bzw. 5 %.
Seit dem Jahr 2016 ist die Thüringer Freilandgemüsefläche zum achten Mal in Folge rückläufig und in diesem Zeitraum um 42 % zurückgegangen. Die drei bedeutendsten Gemüsearten in Thüringen sind der Spargel (im Ertrag stehend), die Speisezwiebeln und der Weißkohl. Diese Gemüsearten werden auf mehr als drei Viertel (78 %) der gesamten Gemüsefläche angebaut.
Bei der im Ertrag stehenden Spargelanbaufläche war ein Rückgang um 5 ha bzw. 2 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der erzielte Ertrag von 7 Tonnen je Hektar (+1 Tonne je Hektar bzw. +11 %) und die Gesamterntemenge des Spargels von 1.667 t (+139 t bzw. +9 %) lagen dagegen über den Vorjahreswerten.
Entgegen dem rückläufigen Trend bei einem Großteil der Gemüsearten wurden im vergangenen Jahr erneut mehr Speisezwiebeln angebaut. Die Anbaufläche wurde gegenüber dem Jahr 2023 um knapp ein Viertel (+25 ha bzw. +22 %) auf insgesamt 140 ha erweitert. Der Hektarertrag lag mit rund 27 t um 15 % unter dem Ernteergebnis des Vorjahres. Die Gesamterntemenge belief sich auf 3.737 t, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 139 t bzw. 4 % entspricht.
Beim Weißkohl wurde die Anbaufläche gegenüber dem Jahr 2023 reduziert. Es wurde erneut ein Rückgang um mehr als ein Drittel (-24 ha bzw. -36 %) registriert. Pro Hektar konnten 24 t des Gemüses geerntet werden. Gegenüber dem Jahr 2023 entspricht dies einem deutlichen Minus von 37 Tonnen je Hektar bzw. 61 %. Die Erntemenge belief sich auf 1.001 t. Das waren 3.039 t bzw. 75 % weniger Weißkohl als im Vorjahr.