Unterdessen bezifferte der Nationale Verband der Produzenten und Konsumenten von Biolebensmitteln (NOU) in Moskau den Umsatz mit Bio-Lebensmitteln für 2020 auf bis zu 194 Mio Euro; das wären 18 % mehr als im Vorjahr. Die Wachstumsrate von 2019 gegenüber 2018 wäre demnach um 6 Prozentpunkte übertroffen worden. Begründet wurde die relativ starke Zunahme u.a. mit der Corona-Pandemie, wegen der die Verbraucher 2020 häufiger zu Hause gekocht und deshalb mehr auf die Produktqualität und ihre Gesundheit geachtet hätten. Indes könnte der Erlösanteil der Warengruppe im Lebensmitteleinzelhandel nach Einschätzung des russischen Verbandes der Biolandwirte (UOF) in fünf bis sieben Jahren auf 2 % steigen. Bislang würden aber noch etwa 80 % des russischen Marktes für Öko-Lebensmittel mit Importen gedeckt. Der Anbauerverband geht aber davon aus, dass die eingeführten Produkte allmählich von heimischen Erzeugnissen ersetzt werden dürften. Der NielsenIQ-Studie zufolge wuchs bei den Bio-Produkten von Mai 2020 bis April 2021 vor allem der Verkauf von Wodka, nämlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel. AgE