Die anhaltende Dürre zwingt die Erzeuger, Maßnahmen zu ergreifen. An immer mehr Orten werden die Felder besprengt, damit die Saat keimen kann, berichtet NOS. „Wenn wir nichts tun, wird die Situation katastrophal werden“, sagte Erzeuger Boelo Tijdens aus Nieuw-Beerta gegenüber RTV Noord.

Dürre-Tanja Esser_AdobeStock_219835483

Image: Tanja Esser/AdobeStock

Dem Landwirt zufolge ist nicht nur die Trockenheit ein Problem. Die Kombination mit starken Winden am Wochenende der KW 13 führte dazu, dass die frisch gesäte Saat geschädigt wurde. „Der Sand begann zu verwehen, dann wehte eine große Schicht von der Parzelle“, sagt Tijdens. „Die Setzlinge waren ungeschützt. Es sind empfindliche Pflanzen, von denen nichts übrig bleiben wird. Es gibt Kollegen mit Zwiebelparzellen, die zum Teil schon ziemlich zerstört sind.“

Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1906 war der März noch nie so trocken. Laut KNMI fielen landesweit im Durchschnitt etwa 6 mm Niederschlag im Vergleich zu den normalen 53 mm. 

Vor allem die obere Schicht des Ackerlandes sei trocken, sagte Arnold Michielsen von der Bauernorganisation LTO Noord gegenüber Omroep Flevoland. Eine Bewässerung ist daher notwendig. Seiner Meinung nach besteht kein Grund zur Panik. Nach dem klatschnassen Jahr 2024 sei noch genügend Feuchtigkeit im Untergrund vorhanden, damit die neu gesäten Samen oder Blumenzwiebeln nach dem Keimen weiter wachsen können.

Doch es bleibt Improvisation. „Im Laufe des Wochenendes wird es wieder anfangen zu frieren“, sagt Tijdens. „Das verursacht möglicherweise mehr Elend als die Trockenheit. Die Setzlinge vertragen keine Nachtfröste. Meine Rüben gehen jetzt auf. Die sind am anfälligsten. Hoffentlich ist der Frost nicht zu schlimm. Dagegen kann man wenig tun. Dann muss ich neues Saatgut kaufen und es dauert einen Monat länger, bis die Rüben reif sind.”

Unterdessen ergreifen die Wasserverbände Maßnahmen. Um die Trockenheit zu bekämpfen, wurde der Wasserstand an mehreren Stellen vom Winterniveau auf das höhere Sommerniveau angehoben. Die Wasserverbände versuchen auch, so viel Wasser wie möglich zurückzuhalten, anstatt es abzulassen.

Der Wasserverband Hollandse Delta in Ridderkerk betonte heute, dass Landwirte, die große Mengen Grabenwasser für die Bewässerung verwenden, dies im Voraus melden sollten.