US-Präsident Donald Trump hat den neuen Reciprocal Tariffs Act angekündigt, der eine zusätzliche Abgabe von 20 % auf EU-Waren vorsieht, die in den kommenden Tagen in Kraft treten soll. Die EU und die USA haben langjährige, für beide Seiten vorteilhafte Agrarhandelsbeziehungen, die auf komplementären Stärken beruhen.

Copa und Cogeca

Image: Copa-Cogeca

Die Einführung zusätzlicher Zölle droht die globalen Versorgungsketten zu stören, die Preise in die Höhe zu treiben und den Marktzugang für Landwirte und Agrargenossenschaften auf beiden Seiten des Atlantiks einzuschränken, was erhebliche wirtschaftliche Folgen für den Agrarsektor hätte, so Copa-Cogeca.

Copa-Cogeca zeigen sich tief besorgt über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die zu einer Eskalation der Handelsspannungen zwischen zwei wichtigen Handelspartnern führen wird und einen Sektor zu untergraben droht, der auf Stabilität sowie offene und vorhersehbare Märkte angewiesen ist.

Copa-Präsident Massimiliano Giansanti betonte in seiner ersten Reaktion: „Die europäischen Landwirte und Agrargenossenschaften sehen sich bereits mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert, von steigenden Produktionskosten bis hin zu klimabedingten Belastungen. Diese neuen Zölle werden zu weiterer Unsicherheit und finanzieller Belastung für unseren Sektor führen, was sowohl die Erzeuger als auch die Verbraucher betrifft. Die Gewährleistung unserer Ernährungssicherheit muss in diesen schwierigen Zeiten Europas Kompass sein, denn unsere gemeinsame nationale Sicherheit beginnt dort. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf beiden Seiten dringend auf, den Dialog zu suchen und einen umfassenden Handelskonflikt zu vermeiden.”

Der Präsident von Cogeca, Lennart Nilsson, fügte in Bezug auf die Ankündigung hinzu: „Vergeltungsmaßnahmen im Handel werden weder den Landwirten in der EU noch denen in den USA nützen. Stattdessen werden sie unsere Möglichkeiten einschränken, die Preise erhöhen und die Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe schwächen. Wir fordern beide Regierungen auf, den Verhandlungen Vorrang einzuräumen und alle diplomatischen Möglichkeiten auszuloten, bevor sie zu Maßnahmen greifen, die langfristige Folgen haben könnten.“

Copa-Cogeca fordern die politischen Entscheidungsträger der EU und der USA nachdrücklich auf, die diplomatischen Bemühungen in den kommenden Tagen voll auszuschöpfen. Beide Seiten müssen konstruktiv daran arbeiten, Missstände zu beseitigen, ohne die bestehenden Handelsvorteile zu gefährden, damit Landwirte und Agrargenossenschaften weiterhin zur Ernährungssicherheit und wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit auf beiden Seiten des Atlantiks beitragen können.

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