Spargel ist eines der wichtigsten Saisongemüse in Deutschland und wird häufig von Saisonarbeitskräften geerntet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Daten der Agrarstrukturerhebung 2023 zum Start der Spargelsaison 2025 mitteilt, waren im Zeitraum von März 2022 bis Februar 2023 von den bundesweit 875.900 Arbeitskräften in der Landwirtschaft 242.800 als Saisonarbeitskräfte angestellt.
Damit waren 28 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft saisonal beschäftigt. Binnen zehn Jahren ist der Anteil langsam, aber kontinuierlich gesunken: Bei der Agrarstrukturerhebung 2013 hatte er noch bei 31 % gelegen.
Im Vergleich zu den übrigen Arbeitskräften in der Landwirtschaft ist der Frauenanteil unter den Saisonarbeitskräften vergleichsweise hoch: Zuletzt waren 44 % der Saisonarbeitskräfte weiblich. Bei den Familienarbeitskräften und ständig Beschäftigten lag der Anteil bei jeweils 32 %.
In Hamburg und Rheinland-Pfalz waren den Statistikern zufolge anteilig die meisten Saisonarbeitskräfte im Einsatz: Dort wurde jeweils knapp die Hälfte (49 %) aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte saisonal beschäftigt. Auch in Brandenburg (33 %), Nordrhein-Westfalen (32 %), Niedersachen (31 %) und Baden-Württemberg (31 %) lag der Anteil der Saisonarbeitskräfte über dem Bundesdurchschnitt. Am niedrigsten war deren Anteil im Saarland (9 %) sowie in den Stadtstaaten Bremen (9 %) und Berlin (8 %).
Die Unterschiede beim Einsatz von Saisonarbeitskräften zwischen den Bundesländern hängen Destatis zufolge u.a. mit dem dort verbreiteten Anbau von Gemüse und Dauerkulturen zusammen. So ist der hohe Anteil in Rheinland-Pfalz etwa vorwiegend durch den Schwerpunkt im Weinanbau zu erklären, während in Hamburg besonders Äpfel und in Brandenburg Spargel im Fokus stehen.