Seit 2010 hat sich die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche für Kern- und Steinobst wie Äpfel, Birnen und Kirschen und für Beerenobst wie Johannis- und Himbeeren deutlich ausgeweitet: Der Öko-Anteil der Anbaufläche von Baum- und Beerenobst nahm von 12 % in 2010 auf 21 % in 2020 zu. Auch bei den Rebflächen zeigte sich in den vergangenen zehn Jahren ein Zuwachs des Öko-Anteils um 5 Prozentpunkte auf 10 %, bei Gemüse und Erdbeeren um 4 Prozentpunkte auf 13 %.
Mit zunehmender Anzahl an Ökobetrieben wird auch mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche ökologisch bewirtschaftet – hier ist ein Anstieg um 69 % von 941.500 ha im Jahr 2010 auf 1,6 Mio ha im Jahr 2020 zu verzeichnen. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche – ein oft betrachteter Nachhaltigkeitsindikator – ist in diesem Zeitraum von 5,6 % auf 9,6 % gestiegen. Bezogen auf die Bundesländer (ohne Stadtstaaten) wurden für 2020 die höchsten Flächenanteile für den Ökolandbau im Saarland (18 %), in Hessen (15 %) und in Brandenburg (13 %) ermittelt. In Niedersachsen (5 %), Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein (jeweils 6 %) wurden anteilig deutlich weniger Flächen ökologisch bewirtschaftet.