Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Ländern sind in diesem Jahr der Einladung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefolgt und tauschen sich im Rahmen der 35. Ausgabe der „Internationalen Arbeitstagung Qualitätskontrolle Obst & Gemüse“ im Gustav-Stresemann-Institut e.V. (GSI) in Bonn aus. 

Partner der Veranstaltung ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ein Schwerpunktthema ist u.a. der Anbau von Obst und Gemüse in Afrika. Zudem werden in praktischen Tagungs-Einheiten Süßkartoffeln, Bananen und Nüsse auf den Prüfstand gestellt.

BLE Int. Arbeitstagung Qualitätskontrolle Obst und Gemüse 2025

Am ersten Tag der „Internationalen Arbeitstagung Qualitätskontrolle Obst & Gemüse in Bonn wurde der Kontinent Afrika in den Mittelpunkt gerückt.  

Image: Fruchthandel Magazin

In ihrem Grußwort erklärte BLE-Präsidentin Margareta Büning-Fesel: „Afrika ist nicht nur die Wiege der Menschheit. Dieser Kontinent ist mehr als 30 Mio km2 groß, beherbergt etwa 1,4 Mrd Einwohner in 55 Staaten, umfasst fünf Klimazonen und bietet eine enorme Vielfalt an Obst und Gemüse, von der wir hier in Europa nur einen Bruchteil kennen. Europa ist ein sehr wichtiger Absatzmarkt für Afrika.“ Rund 40 % der afrikanischen Gartenbauexporte, so Büning-Fesel, würden bereits schon jetzt in europäische Länder gehen.

Denis Felicite-Zulma ist Project Manager der Non-Profit-Organisation COLEAD und berichtete, dass die EU-Einfuhren von Obst und Gemüse aus Afrika in den Jahren 2013 bis 2022 jährlich um 4,6 % in der Menge und 7,3 % im Wert gestiegen seien. Rund die Hälfte der Einfuhren machten dabei Orangen, Bananen, Tomaten, Trauben, Mandarinen und Bohnen aus. „Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählen Marokko, Südafrika, Ägypten und die Elfenbeinküste“, so Felicite-Zulma. In der Liste der Bestimmungsländer liegen die Niederlande, Frankreich, UK und Spanien ganz vorn. Die Einfuhren aus Afrika stiegen von 3,9 Mio t im Jahr 2013 (24 %) auf rund 6,1 Mio t im Jahr 2022 (29 %). Die Herausforderung für die afrikanische Landwirtschaft und den Gartenbau bestehe laut Felicite-Zulma darin, die Produktion nachhaltig zu steigern, eine schnell wachsende Bevölkerung zu ernähren und gleichzeitig die Anpassung an den Klimawandel zu meistern. dsch

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