Seit diesem Jahr arbeiten das Flämische Bieneninstitut und Honeybee Valley (RU Gent) zusammen, um die Wintersterblichkeit bei Honigbienen in Flandern zu erfassen, erklären die beiden Institute.
Das Vlaams Bijeninstituut (VBI) führte eine Kurzerhebung durch, die einen unmittelbaren Einblick in den prozentualen Verlust von Bienenvölkern im vergangenen Winter und dies pro Region (Provinz/Gemeinde) geben soll. Es gibt auch eine umfassendere Umfrage der internationalen Organisation COLOSS, die von Honeybee Valley koordiniert wird. Die Erhebung ziele darauf ab, die Ursachen des Wintersterbens zu ermitteln.
Die Wintersterblichkeit, die von 562 flämischen Imkern in der Umfrage angegeben wurde, liegt in Flandern bei 32 %.
Damit wurde der Rekord aus dem Vorjahr (28 %) erneut gebrochen. Die COLOSS-Erhebung ist noch bis Ende April geöffnet, so dass weitere Daten über mögliche Ursachen des Bienensterbens eingegeben werden können.
Die Erforschung der zahlreichen Ursachen ist ein langwieriger und schwieriger Prozess. Sie lassen sich einordnen in die Varroa-Milbe, das Vorhandensein von Pflanzenschutzmitteln in der Umwelt, den Rückgang des Nahrungsangebots für Bienen und dem Aufkommen der asiatischen Hornisse.
Aber auch die Ausbildung der flämischen Imkerinnen und Imker gebe Grund zur Sorge, da sie weit hinter der von Nachbarländern wie Deutschland und Frankreich zurückbleibe.