Nachdem das Segment Obst und Gemüse Frischware im Januar noch dynamisch in das Jahr gestartet war, flacht die Entwicklung im Februar 2025 deutlich ab, was auch dem negativen Kalendereffekt (-3,8 %) geschuldet ist, heißt es im YouGov Consumer Index.
Im Februar 2025 liegt das Volumen nur um ein Prozent über Vorjahresmonat. Der Preisniveauanstieg von fast zwei Prozent trägt zu einer Wertsteigerung um drei Prozent bei, womit das Segment immer noch überproportional zum Gesamtmarkt performt.
Das Mengenplus wird derweil nur aus dem Obst-Bereich getrieben (+6 %), während frisches Gemüse (-3 %) und Kartoffeln (-4 %) Einbußen hinnehmen müssen. Einer der Haupttreiber für das Mengenplus in der Kategorie Obst sind Exoten (+22 %) sowie Citrusfrüchte (+16 %). Letztere waren für die Verbraucher wieder zu niedrigeren Kilopreisen zu haben, was neben den winterlichen Temperaturen die Nachfrage ebenfalls belebt haben mag. Kernobst verzeichnet erneut einen Volumenrückgang, im Februar liegt dieser bei minus vier Prozent. Nach Gewinnen im Vorjahr erleiden aktuell auch Bananen (-4 %) und Beerenobst (-6 %) wieder Mengenverluste. Bei letzterem hat neben einer rückläufigen Entwicklung bei den Erdbeeren auch das knappe Angebot an Himbeeren die negative Entwicklung getrieben.
Trotz eines um zehn Prozent niedrigeren Preisniveaus schreiben Kartoffeln im Februar 2025 keine schwarzen Absatzzahlen, was in Kombination zu einem Wertverlust von 14 % gegenüber dem Vorjahresmonat führt.
Auch Gemüse tut sich im Februar schwer (Menge -3 %), während die bezahlten Preise überproportional zum Gesamtmarkt steigen (+5 %). Dies ist insbesondere auf Fruchtgemüse zurückzuführen. Nach dem – vermutlich durch niedrige Kilopreise getriebenen – dynamischen Nachfrageschub im Vorjahresmonat, kehrt sich die Entwicklung in 2025 um. So steigt das Preisniveau im Februar 2025 wieder zweistellig, während der Absatz zurückgeht (-8 %).
Kohlgemüse hingegen hält das gestiegene Absatzniveau des Vorjahres, während Wurzelgemüse sogar verlorene Mengen der Vorperiode zurückgewinnt. Bei gesunkenen Kilopreisen kann letzteres in der Menge um fünf Prozent zulegen.