Dieses Gen kommt überall in der Pflanze vor (in Wurzeln, Blättern, Stängeln und Knospen), aber nur im sogenannten Phloem, den Zellen, die den zuckerreichen Saft durch die Pflanze transportieren, ist es auch aktiv. Dieser Phloemsaft sorgt laut der Forscher dafür, dass die Schadinsekten weniger Eier und Nachkommen produzieren, wenn sie sich davon ernähren. 'Blattläuse und Weiße Fliegen sind in vielen Kulturen schwer zu bekämpfende Schädlinge, die Pflanzenviren verbreiten und damit die Erträge gefährden. Die Entdeckung, dass ein einziges Gen die Sandrauke gegen verschiedene Arten von Blattläusen und Weißen Fliegen schützt, ist daher etwas Besonderes. Weitere Forschungen müssen den zugrundeliegenden Mechanismus aufdecken und zeigen, wie dieses Gen genutzt werden kann, um die natürliche Resistenz von Nutzpflanzen zu erhöhen', erklärt Karen Kloth vom Labor für Entomologie der WUR.