Der Einfluss auf eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten sei nur gering, wenn man sich auf das Thema Gesundheit beschränke und könne sogar zu Abwehr- oder Gegenreaktionen führen. Denn Lebensmittel verfügen über komplexe und wichtige Verbindungen zu kulturellen und sozialen Kontexten, persönlicher Identität und emotionalen Erfahrungen. Emotionale Zustände, wie Glück oder Traurigkeit, beeinflussen als „emotionaler Appetit“ die Nahrungswahl. Werde die emotionale Assoziation, die Menschen mit Nahrung haben, verändert, könne das auch ihr Verhalten beeinflussen. Die Verbraucher sollen ihre emotionalen Barrieren für eine gesunde Ernährung aber nicht überwinden. Vielmehr suche man nach Lösungen, wie man einen bestimmten Konsum weniger als schlechte Angewohnheit verurteilt, sondern Verständnis für die emotionale Erfahrung damit hervorruft und einen gesunden Ersatz findet.