Nach Angaben von Marian Jakobsze, Präsident des polnischen Spargelproduzentenverbands, lässt die Ernte von traditionellen Plantagen ohne Abdeckung noch auf sich warten. Es ist damit zu rechnen, dass die Verfügbarkeit von Spargel ab der KW 17 zunimmt, wenn das Wetter wärmer wird. „Ich erwarte keine Probleme, denn trotz der kalten Wintertemperaturen waren die Spargelstöcke unter einer Schneedecke geschützt. Die Verzögerung bei der Ernte ist nur auf den kalten Frühling zurückzuführen.“
Die Plantagenbesitzer erwarten Spargel guter Qualität. Die Preise sind momentan hoch. Derzeit müssen die Konsumenten 30 bis 40 PLN/kg (6,60 bis 8,80 Euro/kg) bezahlen. Allerdings sollen die Preise mit steigendem Angebot fallen, prognostiziert der Verbandspräsident.
Bei der Spargelernte dürfte es nicht an Saisonarbeitern fehlen. Notwendige Arbeitskräfte aus der Ukraine stehen zurzeit zur Verfügung. Die Spargelbauern beschäftigen auch Anwohner aus den umliegenden Dörfern oder Arbeiter aus anderen Betrieben, die ihre Produktion eingestellt haben. Die Spargelanbaufläche in Polen bewegt sich um 2.000 ha. Jakobsze weist darauf hin, dass während der Pandemiezeit das Interesse an der Anlage von Plantagen zurückging. Abriegelung, Einschränkungen und Unsicherheit führen dazu, dass Landwirte keine Risiken eingehen wollen und sich mit Neuanpflanzungen zurückhalten. Dr. Henriette Ullmann