Die Abgeordnetenkammer fordert die Regierung auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass das System der Qualitätsstufen für Obst und Gemüse nach Möglichkeit gelockert wird. Diese Aufforderung an die Regierung ist in einem Antrag von GroenLinks-PvdA und ChristenUnie enthalten, der am 1. April von einer Mehrheit unterstützt wurde, so agriholland.de.
Außerdem wird die Regierung aufgefordert, sich ein quantitatives Bild von den Verlusten im Sektor zu machen, sowohl im konventionellen als auch im biologischen Bereich, und dann Kettenvereinbarungen zu treffen, um diese Lebensmittelverschwendung und die wirtschaftlichen Verluste für die Landwirte strukturell zu reduzieren, z.B. durch die Verwendung von Produkten der B-Qualität in verarbeiteten Lebensmitteln.
Darüber hinaus sollte darauf hingewirkt werden, dass unerwartet zurückgewiesene Produkte dennoch eine gute Bestimmung finden, so die Antragsteller des Antrags. Dies kann z.B. durch Spenden an Lebensmittelbanken geschehen.
Nach Ansicht der Parteien weisen die Produkte von Ackerbauern, die wenig oder gar keine Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutzmittel einsetzen, häufiger äußere Mängel auf. Sie gehen davon aus, dass dieses Problem auch im Freilandgemüseanbau aufgrund des immer geringeren Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln häufiger auftreten wird.
Je nach Marktlage scheinen Produkte, die nicht dem vorherrschenden Schönheitsideal entsprechen, abgelehnt zu werden. Die beiden Parteien betrachten dies als eine Form der Lebensmittelverschwendung, die der Ernährungssicherheit abträglich ist.