In einem 500 m2 großen Versuchsgewächshaus in Botany werden im Rahmen des Energlik-Projekts Gurken mit neuen Phorium-Schirmen (noch nicht auf dem Markt) in Kombination mit einem neuen Entfeuchtungssystem mit Wärmerückgewinnung angebaut, berichtet Kas als Energiebron.
Die neuen Schirme bestehen aus einem Verdunklungsschirm (unteres Drahtbett) und einem Energieschirm (oberes Drahtbett). Bereits in den ersten Wochen des Anbaus zeigte sich, dass es auf dem Energiesieb aufgrund der Kondensation und der dichten Struktur des Siebes zu einer Tröpfchenbildung kam. Dies führte dazu, dass das Erntegut beim Öffnen des Energieschirms nass wurde, was das Risiko eines Krankheitsdrucks erhöhte. Daher wurde beschlossen, den Energieschirm nicht mehr zu öffnen, um die Pflanzengesundheit zu gewährleisten.
Das während des Anbaus eingesetzte Entfeuchtungssystem mit Wärmerückgewinnung entfeuchtet durchschnittlich 23 Liter pro Stunde (maximal 45 l). Dadurch wird die relative Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus streng kontrolliert, auch aufgrund der Überkapazität des Systems. Pro eingesetzter kWh werden durchschnittlich 4,25 l entfeuchtet. Damit wird ein durchschnittlicher Coefficient of Performance (COP) von 3,1 erreicht (1 kWh Strom wird benötigt, um 3,1 kWh Wärme zu erzeugen).
Vor dem Anbau wurde eine Produktionsprognose erstellt, die auf der verfügbaren Lichtmenge (20 mol/m2/Tag) und einer Lichtnutzungseffizienz von 23 Gramm pro Mol über die Produktionswochen basiert. Bisher entspricht die Produktion der vorgegebenen Produktionsprognose und die angestrebten Lichtnutzungsgrade werden (fast) erreicht.
Die Kultivierung wird bis zur ersten Aprilwoche fortgesetzt, danach erfolgt eine Auswertung der Ergebnisse.